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PRAKTIKA UND HOSPITATIONEN IN DER ZBW

Die ZBW bietet Praktikumsplätze für Studierende im Bereich Bibliothekswesen sowie für Bibliotheksreferendar:inen des Höheren Dienstes an.

Beschäftigten anderer Bibliotheken bieten wir die Möglichkeit der Hospitation.

Praktika für Schüler:innen bieten wir nicht an.

Kontakt: praktika(at)zbw.eu

 

AUSBILDUNG IN DER ZBW

Machen Sie bei uns den ersten Schritt in Ihre berufliche Zukunft und starten Sie eine Ausbildung an unseren Standorten Kiel oder Hamburg. Wir bilden Sie zur Fachangestellten oder zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste – Fachrichtung Bibliothek (FaMI) aus.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Sie erhalten während Ihrer Ausbildung einen umfassenden Einblick in das dynamische und spannende Arbeitsumfeld der weltweit größten Forschungsinfrastruktur für die Wirtschaftswissenschaften. Wir machen Sie u.a. fit für die Erwerbung, Erschließung und Vermittlung von Medien und Informationen. Zudem lernen Sie die Datenstrukturierung nach internationalen Regeln, die Recherche in modernen Datenbanken und grundlegenden Nachschlagewerken und beraten unsere Nutzerinnen und Nutzer.

Zwei Tage in der Woche gehen Sie in Hamburg zur Berufsschule. Begleitet wird der theoretische Ausbildungsteil durch interne Schulungen in unserem Haus.

Bei Interesse an einer Ausbildung zur Fachangestellten oder zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste in der ZBW oder weiteren Fragen wenden Sie sich gern an unsere Ausbilderinnen.

Der neue FaMI-Azubi-Jahrgang der ZBW startet am 01.09.2022. Sobald wir hierfür freie Ausbildungsplätze ausschreiben, finden Sie diese am Anfang dieser Seite. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbungen. Diese können wir allerdings nur in der jeweiligen Bewerbungsfrist des aktuellen Stellenangebotes berücksichtigen. Bitte sprechen Sie uns bei Interesse oder Rückfragen gerne an – Sie erreichen unsere Ausbilderinnen unter Ausbildung@zbw.eu.

Kontakt

Mona Orloff
Ausbildung Hamburg

ausbildung(at)zbw.eu

T. +49 40 42834-376

Marie Machel
Ausbildung Hamburg (Stellvertretung)

ausbildung(at)zbw.eu

T. +49 40 42834-413

Susanne Wehrend
Ausbildung Kiel (Stellvertretung)

ausbildung(at)zbw.eu

T. +49 431 8814-347

 

ERFAHRUNGEN ZUR AUSBILDUNG AN DER ZBW

Den Beruf Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste – Fachrichtung Bibliothek habe ich zufällig kennengelernt. Ich habe mich immer schon für die Welt der Bücher interessiert und eine Affinität für Sorgfältigkeit gehabt. Diese Ausbildung absolvieren zu wollen, lag also nahe. Doch dass hinter dem Beruf noch mehr steckt, als die verbreitete, verstaubte Vorstellung von der Arbeit mit Büchern und Medien aller Art, wurde mir erst zu Beginn der Ausbildung in der ZBW auf vielseitige Weise bewusst.

Ich durchlief während meiner Zeit als Auszubildende alle Abteilungen der Bibliothek; wie z.B. die Katalogisierungs- und Erwerbungsabteilung von Büchern und Zeitschriften und den Servicebereich der Information und der Ausleihe. Was mir viel Spaß macht, ist, dass ich unsere Nutzenden durch das Finden und Bereitstellen von Informationen bei ihrer Literatursuche unterstützen kann.

Während meiner Ausbildungszeit wurde seitens der Kolleg:innen sehr großer Wert darauf gelegt, dass ich mir viel Wissen aneignen und viele Erfahrungen mitnehmen konnte. Dabei wurde ich mit freundlichen und offenen Armen empfangen.

Mein Ausbildungsalltag wechselte sich stetig von selbstständiger Arbeit am Computer mit der Arbeit im Team – sei es für gemeinsame Projekte oder an der Information – ab. Ich hatte die Möglichkeit, an vielen internen Schulungen teilzunehmen, um die gelernten Fachkenntnisse auf dem neuesten Stand zu halten und zu erweitern. Außerdem machte ich ein kurzes Praktikum in der hauseigenen Buchbinderei und habe bei verschiedenen Veranstaltungen, wie z.B. der Nacht der Wissenschaft, mitgeholfen. Hierdurch konnte ich auch einen Einblick in die Aufgaben des Marketings gewinnen. Durch die Kombination aus zwei Schul- und drei Arbeitstagen in der Woche entstand für mich ein abwechslungsreicher Mix aus Theorie und Praxis.

Besonders gefiel mir die Chance, viele Praktika in anderen Bibliotheken, Archiven und Dokumentationseinrichtungen machen zu können. Hier war ich in meiner Auswahl der Institutionen frei. Deshalb nutzte ich diese Chance und absolvierte auch ein Praktikum an einer Bibliothek im Ausland. Drei Wochen unterstützte ich die Katalogisierungsabteilung der Universitätsbibliothek St. Andrews in Schottland. Sehr spannend war es hier für mich, die feinen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zweier kulturell und sprachlich unterschiedlichen Bibliothekswelten herauszufinden. Die Arbeitsbereiche anderer Informationseinrichtungen kennenzulernen, hat mich sehr bereichert. Ich freue mich, die Ausbildung in der ZBW gemacht und einen Arbeitsalltag gefunden zu haben, der mir Spaß bereitet und sehr zukunftsorientiert ist.

Während meiner Ausbildungszeit zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste durchlief ich alle Abteilungen der ZBW wie, z.B. die Erwerbungs- und Katalogisierungsabteilung und die Abteilungen der Benutzung (Subito, Fernleihe und Servicetheke). In allen Bereichen wurde ich direkt mit offenen Armen empfangen und mir wurden die verschiedenen Geschäftsabläufe Stück für Stück vermittelt. So konnte ich nach und nach immer selbständiger unterschiedlichste Aufgaben erledigen. Besonders gut gefiel mir die Mischung aus Büroarbeit und Umgang mit Nutzenden. Ab dem zweiten Ausbildungsjahr habe ich außerdem im Spätdienst der ZBW gearbeitet. Anfangs war der Gedanke, allein für den Dienst an der Servicetheke zuständig zu sein, etwas beängstigend, jedoch wurde ich mit jedem Dienst sicherer und auch ein wenig stolz, den Nutzenden als vollwertige Arbeitskraft mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Am Ende des dritten Ausbildungsjahres wurde ich auch für den Tagesdienst an der Servicetheke vollwertig eingesetzt und konnte das Team tatkräftig unterstützen.

Um die Theorie und Praxis zu verbinden und gelernte Inhalte anzuwenden, fand zwei Mal in der Woche der Berufsschulunterricht an der Berufsschule in Hamburg statt. Ich persönlich habe es als angenehme und gute Mischung empfunden zwei Tage in der Schule und drei Tage in der Ausbildungsstätte zu verbringen und zu lernen. So entwickelte sich nach und nach mein Netz aus praktischen und theoretischen Erfahrungen, welches mich gut auf den Arbeitsalltag und die Prüfungen der Ausbildung vorbereitete.

Besonders hervorheben möchte ich zum einen die Möglichkeit der vielen verschiedenen Praktika, die ich in den unterschiedlichsten Institutionen absolvieren konnte und zum anderen die Option, an vielen Schulungen, an der Buchmesse und am Bibliothekartag teilnehmen zu können. In meinem dreiwöchigen Praktikum in der Information und Dokumentation des Landtages Kiel lernte ich diesen sehr gut kennen. Außerdem durfte ich einmal hinter die gläsernen Türen des Plenarsaales schauen und den Abgeordneten bei einem Plenum zusehen. So konnte ich unter anderem den ehemaligen Finanz- und Innenminister Ralf Stegner live sehen und erleben. Das war wirklich ein sehr besonderes Erlebnis für mich.

Für mein Praktikum in einem Archiv wählte ich das Archiv meiner Heimatstadt Plön aus. Da ich hier aufgewachsen bin und sehr an der Geschichte meiner Heimatstadt interessiert war, nutzte ich diese Gelegenheit. Im Archiv Kreis Plön lernte ich die Stadt noch einmal von einer ganz neuen Seite kennen und erfuhr die eine oder andere spannende Geschichte vergangener Zeiten. So erfuhr ich zum Beispiel, dass sich wenige Tage vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges, vom 2. bis 23. Mai 1945, der Sitz der Reichsregierung unter Karl Dönitz nicht in der besetzten Reichshauptstadt Berlin, sondern in Plön, Eutin und anschließend in Flensburg-Mürwik befand. Außerdem erzählte mir ein Zeitzeuge von damals die Geschichte von einem Flieger, der durch Innenstadt von Plön flog und auf diese abfeuerte. Dies beobachtete er gut versteckt in einem Gebüsch auf einem Hügel nahe der Innenstadt. Am Ende durfte ich noch einen Blick in den Raum der standesamtlichen Zweitschriften werfen und habe die Heiratsurkunde meiner Eltern entdeckt. Es war wirklich sehr schön diese Einblicke in die Geschichte von Plön und in meine eigene zu erhalten.

Zudem hatte ich die Chance, in viele andere Bibliotheken zu schnuppern und sowohl sehr kleine, aber auch große öffentliche Bibliotheken zu sehen. Dies ermöglichte mir, neue und andere Arbeitsabläufe kennenzulernen und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur ZBW zu entdecken. Im Gegensatz zur ZBW beziehen die meisten Stadtbüchereien ihre Medien hauptsächlich von der BZ (Büchereizentrale). Die Medien sind dann bereits foliiert und ihr Datensatz ist im System vorhanden und muss lediglich noch verknüpft werden. Außerdem wird hier regelmäßig ausgesondert und die Medien können beispielsweise in einem Bücher-Flohmarkt erworben werden.

Hier wird der Unterschied noch einmal deutlich - die öffentlichen Büchereien schaffen durch das Aussortieren Platz für neue Medien und die ZBW ist durch ihren Sammelauftrag verpflichtet, alle bereits vorhandenen Medien aufzubewahren und neue Medien einzustellen. So wird der Bestand der ZBW ständig erweitert. Der größte Unterschied zwischen der ZBW und den anderen Bibliotheken ist jedoch, dass die ZBW eine Magazinbibliothek ist. Der gesamte Bestand der ZBW Kiel befindet sich in dem sechsstöckigen Magazin. Das bedeutet, dass unsere Nutzende nicht selbst an den Bestand herankommen und alle Medien, die er oder sie haben möchten, über unseren Katalog EconBiz bestellen müssen. Das Stöbern in den Bücherregalen, wie man es aus den meisten öffentlichen Bibliotheken oder Universitätsbibliotheken kennt, ist in der ZBW also nicht möglich.

In meinem Praktikum in der Stadtbücherei Plön erhielt ich erste Einblicke in die Welt der öffentlichen Bibliotheken. Hier gefiel mir vor allem die Arbeit mit den verschiedenen Altersgruppen und das Planen und Durchführen von Veranstaltungen wie z.B. die Vorstellung eines Kamishibais (japanisches Erzähltheater mit Bildtafeln) in einem Kindergarten. Dabei wird die Geschichte durch Bildtafeln, die in einen Holzrahmen gesteckt werden, dargestellt und untermalt. Ich habe also Bild für Bild die Geschichte vorgelesen und bin anschließend mit den Kindern auf die Bildtafel eingegangen, habe Fragen gestellt, mir Dinge auf den Tafeln zeigen lassen und wir haben diese so gemeinsam entdeckt.

Auch in der ZBW wurde es mir ermöglicht, an verschiedenen Projekten und Veranstaltungen mitzuwirken. Bei der Nacht der Wissenschaft z. B. hatte ich gemeinsam mit meiner Mitauszubildenden Alisa und Joanne, der Auszubildenden der Buchbinderei, einen eigenen Stand. Für diesen hatten wir Plakat und kleine Postkarten vorbereitet, mit deren Hilfe wir die Besucherinnen und Besucher über unsere Ausbildungsberufe informierten und Fragen beantworteten.

Abschließend möchte ich mich für die Ausbildung in der ZBW bedanken und bin wirklich froh, diese absolviert zu haben. Aus dem anfangs etwas schüchternem 16-jährigen Mädchen ist mit der Zeit eine selbstbewusste und selbstsichere Person geworden und ich freue mich sehr, diese Entwicklung gemacht zu haben.

Im Sommer 2019 habe ich meine Berufsausbildung in der ZBW - Leibniz Informationszentrum Wirtschaft abgeschlossen. Auf das Berufsbild bin ich im Rahmen einer Berufsberatung gekommen.

An den Ausbildungsinhalten haben mir verschiedene Aspekte gut gefallen: Die Arbeit mit verschiedenen Medien (z.B. Bücher und E-Books), Recherchetätigkeiten, Informationsvermittlung und vieles mehr. Deshalb habe ich mich für diese Ausbildung entschieden.

Schnell habe ich festgestellt, dass die Arbeit um einiges vielseitiger ist als vermutet. Neben der Arbeit im Benutzungsbereich hat der Großteil meiner Ausbildung im Bereich der Integrierten Erwerbung & Katalogisierung stattgefunden. Diese Abteilung ist zuständig für den Erwerb von Medien und die Aufnahme in das System. Durch diese Aufteilung war die Ausbildung sehr abwechslungsreich, da ich zum einen direkten Kundenkontakt mit den Nutzenden der ZBW hatte, zum anderen habe ich häufig selbstständig im Büro arbeiten können.

Als Auszubildender in der weltweit größten Forschungsinfrastruktur für wirtschaftswissenschaftliche Literatur hatte ich die Möglichkeit, in Abteilungen mitzuarbeiten, die in der Form nicht in anderen Bibliotheken vorhanden sind. Zum Beispiel war ich in der hauseigenen Redaktion, welche zwei Zeitschriften publiziert: zum einen den deutschsprachigen Wirtschaftsdienst, zum anderen die englischsprachige „Intereconomics“. Auch hatte ich die Chance, im Metadatenmanagement mitzuwirken. Ganz gleich, in welcher Abteilung ich war: Alle Kolleg:innen haben mich offen und freundlich empfangen, waren geduldig mit mir und sind mir auf Augenhöhe begegnet. Ich hatte das Gefühl, dass mir stets viel Vertrauen geschenkt und entgegengebracht wurde.

Nun, nach Abschluss meiner Ausbildung, arbeite ich in der Abteilung Integrierte Erwerbung & Katalogisierung. Dies habe ich mir auch gewünscht und ich bin sehr froh und dankbar, dass dieser Wunsch berücksichtigt wurde. Neben der Katalogisierung von Print- und Online-Medien bereite ich unter anderem Zeitschriften für die Buchbinderei vor, welche sich in der ZBW in Kiel befindet und führe Eingangskontrollen von Medien durch.

Außerdem bin ich in der Benutzungsabteilung tätig. Dadurch habe ich nach wie vor eine Abwechslung in meinen Tätigkeiten und meine Arbeit gestaltet sich - wie bereits in der Ausbildung – weiterhin sehr flexibel.

Ich bin sehr froh, dass ich meine Ausbildung in der ZBW begonnen und abgeschlossen habe. Ich würde mich jederzeit erneut für diesen Schritt entscheiden und ich hoffe, noch viele weitere Jahre in der ZBW arbeiten zu können.

ABSCHLUSSARBEITSTHEMEN

Für Studierende der Informatik, Medieninformatik, Wirtschaftsinformatik, Bibliotheks- und Informationswissenschaft sowie angrenzender Disziplinen bieten wir Unterstützung bei Projekt- und Abschlussarbeiten zu folgenden Themenschwerpunkten an:
 

Web Science

  • Anwendungen des (Social) Web im Kontext der Bibliotheksdomäne
  • Nutzungsforschung mit Schwerpunkt auf Forschende/Studierende im (Social) Web
  • Innovative Formate der Wissenschaftskommunikation
  • Neue Paradigmen für die Informationsversorgung
  • Science 2.0
  • Nutzergenerierter Content in Bibliotheken und Wissenschaft
  • Neue Formen der Wissenschaftsevaluation
  • Community Management im (Social) Web

Kontakt

Prof. Dr. Isabella Peters
Web Science

i.peters(at)zbw.eu

T: +49-431-8814-623

Arbeitsgruppe Web Science der CAU


 

Dr. Guido Scherp
Open-Science-Transfer

g.scherp(at)zbw.eu

T: +49-431-8814-456